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Donnerstag, 15. September 2011

Neues von der Euro-Stasi:
Die EU will ab 2015 einen vorgeschriebenen Schnüffelchip im Auto

Getarnt als "Notrufsystem" soll ein jedes Auto welches ab 2015 vom Band geht eine "integrierte Überwachungseinheit" besitzen:
Hat das Fahrzeug einen Unfall, so soll eine Notrufzentrale einen Rettungswagen oder sonstige Hilfe schicken.

Was dem Anwender erst auf Nachfrage verraten wird:
Nicht nur "nach" dem Unfall sondern fortlaufend werden in Intervallen Informationen über den letzten Standort, die letzte gemessene Geschwindigkeit und die sich an Board befindliche Personenanzahl gesammelt und auch gesendet.
Die Möglichkeit einer Deaktivierung der "E.T.-Funktion" ist ausdrücklich nicht vorgesehen: Schließlich würde sonst keiner das System nutzen, welches nun verpflichtend vorgeschrieben werden soll.

Ob in Zukunft über diese als Notfall-Einheit getarnte Fahrzeugüberwachungszentrale das Automobil abgeschaltet werden kann, wenn man z.B. seine KFZ-Steuer nicht bezahlt hat, ein Knöllchen in Flensburg vorliegt, oder der TÜV abgelaufen ist - darüber möchte man beim eCall-Projekt keine Auskunft geben.
Das über das System nachgewiesene Geschwindigkeitsübertretungen an die Polizei weiter geleitet und eingetrieben werden könnten, das habe man angeblich noch garnicht bemerkt.
Das über verbaute RFID-Technik sogar die die Möglichkeit besteht, den Führerschein und der Personalausweis einfach auszulesen und an die Zentrale zu übermitteln - das möchte man lieber als "vielleicht mögliche, aber derzeit nicht geplante Phantasterei" abtuen.

Während die EU-Politiker sich über das fehlende Vertrauen der Bürger beklagen - es würde sich doch schließlich um eine gute Sache handeln - erinnern wir uns an das Maut-System in Deutschland:
In den letzten Jahren wurden immer wieder Fälle bekannt, in denen mit juristischen Kniffen die Mautstationen ausgerechnet zur Aufzeichnung und Auswertung von PKW und LKW-Bewegungsdaten genutzt worden sind; denn die automatischen Kameras auf den Autobahnbrücken eignen sich hervorragend zum automatischen Kennzeichenabgleich.
In Bayern forderte Günther Beckstein schon 2006 die Freigabe der Mautdaten. Zitat:
"Bei Schwerstkriminalität wie Mord muss ein Rückgriff auf vorhandene System-Daten gesetzlich zugelassen werden: Im Gesetz müsse verankert sein, dass bei schweren Straftaten der Datenschutz zum Wohle des Opferschutzes und der Strafverfolgung ausgehebelt werde."

Update 2011-09-16:
Es gab bereits erste ungläubige Reaktionen auf den Beitrag: Alles Phantasterei.
Auf Wikipedia befindet sich im Artikel über das eSafety-Projekt der Europäischen Union in dem darauf beharrt wird, es würde sich lediglich um ein passives System handeln: Bewegungsprofile würden sich angeblich nicht erstellen lassen.

Das stimmt so leider nicht.

Bereits 2003 fand sich dazu ein Beitrag auf Pressetext.com , dass bereits am 28. November 2003 ein Treffen zwischen den Autoherstellern statt fand, um einen einheitlichen Kommunikationsstandart zu etablieren, damit sich Autos über Stau, Geisterfahrer, Glatteis und ähnliches "unterhalten" könnten.
Kleiner Hinweis: In diesem Protokoll wird unter anderem die Seriennummer der Board-Unit mit gesendet, aus der sich Rückschlüsse auf das Fahrzeug, das Fabrikationsdatum und die Sitzplatzanzahl erkennen lassen.
Genau aus diesen Anfängen entstand das eSafety-Projekt:
Die "Notruf-Funktion" ist nur ein kleiner Teil der Board-Unit!

Auf Pressetext.com befand sich 2008 auch schon ein Beitrag zu dem System myKey von Ford: Das Fahrzeug nutzt personalisierte elektronische Fahrzeugschlüssel, mit welchen z.B. für den Junior die Höchstgeschwindigkeit auf 120 Km/h und Lautstärke des Autoradios beschränkt werden kann.
Ein Äquivalent wird derzeit in Japan antwickelt und arbeitet mit .....? Einer RFID-Schlüsslkarte -
Ganz zufälliger Weisemit der gleichen Art von RFID-Chip, der im deutschen Reiseausweis vorhanden ist.
Wie weit auch sonst die Technik in dieser Richtung ist, zeigt ein Beitrag von Car-IT.de. - oder auch von der der Welt: Auch Autos kann man hacken: Bremsen blockieren, Insassen einsperren, laute Musik einspielen: Wer sich in den Bordcomputer eines modernen Pkw einschleust, kann viel Schaden anrichten. http://www.zeit.de/digital/mobil/2010-05/auto-hack-bordcomputer

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