BITFOX® | LÖSUNGEN | SERVICE | LOGIN | BLOG | KONTAKT

Mittwoch, 14. September 2011

Nacktscanner Ade...
Aber nur vorerst!

Die beiden Nacktscanner, welche in Hamburg zu "Testzwecken" aufgestellt wurden, sollen nun nach 10 Monaten Probezeit abgebaut werden. Zwischen dem 27.09.2010 und dem 31. Juli 2011 haben laut der Flughafensicherheit 800.000 Passagiere das Gerät freiwillig genutzt, bei denen 49% der Durchläufe mit einem Fehlalarm endeten:
Falten in der Kleidung, Schweiss, Monats-Damenhygiene- und Inkontinenzartikel bei Rentnern brachten die Technik aus dem Tritt und machten aus unbescholdenen Bürgern ganz besonders zu kontrollierende Terroristen.
Bei weiteren 5% konnte man sich keinen Reim darauf machen, warum die Technik Alarm gab.
Bei 15% handelte es sich um einen echten Alarm. In 31% der Fälle gab die Maschine "grünes Licht".

Auch wenn es die Politik und die Polizei von einem "Erfolg" sprechen möchte: Auf Druck der Bürger hat die EU derweil Richtlinien erlassen, nach denen ein Nacktgaffer (Neusprech: Körperscanner) die Daten nur so lange halten darf, bis der nächste Proband die Schranke betritt. Die Weiterleitung oder Speicherung der Daten ist grundsätzlich verboten und somit nicht durchführbar - so die Theorie.
Eine Nutzung kann zumindest in der EU vom Fluggast nicht erzwungen werden: Hier kann dieser noch wählen, ob er diese "tolle neue Technik" wirklich nutzen möchte.

Die Bundespolizei in Potsdamm wird nun das System unter Laborbedingungen weiter testen und vor allem die Software verbessern, um diese Technik dann "endlich" dauerhaft einzusetzen - entgegen der immer mehr stagnierenden Akzeptanz der Bürger:
Hatten sich noch in den ersten 4 Testwochen angeblich ganze "10% bzw. 100.000 Bürger" Scannen lassen, waren es am Testende 800.000 Bürger und somit  - nach unseren Berechnungen - keine 7.8%.

Objektiv betrachtet scheinen die Zahlen für die Öffentlichkeit geschönt worden zu sein:
Laut Wikipedia hatte der Flughafen im Jahr 2010 eine Abfertigungsquote von 1.020.000 Personen pro Monat. 800.000 Probanden durch 10 Monate wären ~2667 abzufertigende Personen am Tag.
Bei zwei bereit gestellten Nacktscannern wären dieses ~1333 Personen pro Gerät und Arbeitstag; oder anders gesprochen: 55 Personen pro Stunde, oder auch 1,08 Menschen pro Minute.
Aber auch nur, wenn die Schleusen 24 Stunden am Tag durchgehend ohne technische Ausfälle besetzt und immer ein Fluggast zur Verfügung gewesen wäre.

Das Schließen/Öffnen der Sicherheitstüren des Körperscanners dauert pro Vorgang 5 Sekunden.

Von 23:00 bis 5:50 Uhr herrschen am Flughafen Nachtflugbeschränkungen,

Man braucht kein Mathematik-Genie sein, um hier ins Grübeln zu kommen.

Quellen: Bild, Flughafen Hamburg, Wikipedia

Keine Kommentare:

Aktuelles