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Sonntag, 1. Mai 2011

Zensus 2011:
Verpflichtung zum "Ehren"amt

2011 soll das Jahr des Volkszählens werden - und daher sich zu wenig freiwillige für die durchführung der Zählung finden, will man nun Bürger zwangsverpflichten.
Aktuell hat man dafür Hartz-IV-Empfänger auserchoren.
Im Zensusgesetz heist es in Paragraph 11 Absatz 2 zu den Auswahlkriterien der "Erhebungsbeauftragten" dafür ganz schlicht:
“Die Möglichkeit der Verpflichtung weiterer Bürger und Bürgerinnen zur Übernahme der Tätigkeit als Erhebungsbeauftragte kann durch Landesrecht vorgesehen werden.”Das hat man auch in allen Ländern derweil eingebracht - ausser in Hamburg.

Zu dem Ehrenamt gehören im Vorhinein Schulungen, Vorab-Begehungen, persönliches Einwerfen von Benachrichtigungsschreiben und drei Versuche der Befragung. Die "Aufwandsentschädigung" besteht aus ca. 2,50 bis 7,50 Euro pro Anschrift, in der sämtliche Fahrtkosten zum Probanden enthalten sind; egal wo der zu befragende wohnt.

Wehren kann sich der Bürger gegen eine Zwangsverpflichtung zum "Erhebungsbeauftragten" nicht wirklich:
“Bürgerinnen und Bürger dürfen nur aus wichtigem Grund die Übernahme der ehrenamtlichen Tätigkeit ablehnen oder ihr Ausscheiden verlangen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn den Bürgerinnen und Bürgern die ehrenamtliche Tätigkeit wegen ihres Alters, ihres Gesundheitszustandes, ihrer Berufs- oder Familienverhältnisse oder wegen sonstiger in ihrer Person liegender Umstände nicht zugemutet werden kann.

Wer also nicht bei der Volksschnüffelei zwangsweise mithelfen möchte, sollte sich von seinem Arbeitgeber bestätigen lassen, dass man nicht auf ihn verzichten kann -
Oder dem Zensus mitteilen, dass man Mitglied in einer rechtspopulistischen Partei ist, einer Sekte angehört, oder oder oder.


Quellen: Zensus2011

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