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Mittwoch, 27. April 2011

Und bist du nicht willig, so nehm ich Gewalt:
DNA-Sammelwut und Generalverdacht in Krefeld

In Krefeld wird nach einem Gewaltverbrechen an einer 75jährigen Frau nach einem möglichen Täter ermittelt. Dafür sollen nun 26.000 Männer im Alter zwischen 18 und 31 Jahren eine Speichelprobe abgeben.
Wer diese Probe verweigert, macht sich verdächtig und muss "auch mit anderen Überprüfungen" rechnen.

Wer allerdings eine Speichelprobe ab gibt muss befürchten, dass dieses DNA-Profil nie wieder aus den Akten der Polizei verschwindet: Regelmäßig werden diese genetischen Fingerabdrücke von "Menschen die nichts zu verbergen haben" katalogisiert und auch nach Aufforderung bei der Polizei selbst nach Monaten nicht immer wieder gelöscht.

Welche Auswirkungen so eine DNA-Datenbank haben kann, zeigen die Ereinigisse in Großbritannien: Dort wurden 2009 bereits allein mehr als 1.6 Millionen Datensätze von Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren bzw. mehr als 4 Millionen Datensätze insgesamt erfasst - und es werden immer mehr.

In Großbritannien kann jedem Bürger ab dem 10. Lebensjahr eine DNA-Probe abverlangt werden, wenn er verhaftet wird. Ob durch die Verhaftung eine Schuld nachgewiesen wird oder nicht, spielt keine Rolle: Sind die Daten erfasst, bleiben diese ein Leben lang gespeichert. Und allein sich gegenüber einem Polizeibeamten "verdächtig zu verhalten" reicht für eine Verhaftung und somit für die Erfassung eines DNA-Profils aus.


Quelle: WZ

1 Kommentar:

rolfbursian hat gesagt…

komischerweise fühle ich mich bei diesem geschilderten verfahren auf einmal viel sicherer.eben weil ich nichts zu verbergen habe.

alderbappsack

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