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Sonntag, 24. April 2011

EU-Pharma-Lobby setzt zum Monatsende Verbot von Heilpflanzen durch

Eine neue EU-Novelle die schon seit November 2010 bekannt ist, macht am Ende des Monats nun Schluss mit legalen Naturheilmitteln. Ab dem 30.03.2011 heisst es dann: "Schluck Chemie, oder stirb."
Pflanzen wie "Kamille" und "Salbei" werden dann nach und nach aus den Apotheken verschwinden.
Ob Reformhäuser überleben können, scheint fraglich.

Das Gesetz für Nahrungsergänzungsmittel und Heilkräuter ("Traditional Herbal Medical Product Directive = THMPD") soll EU-Weit jegliche Substanzen als Medikamente verbieten, welche nicht in wissenschaftlichen Studien überprüft wurden. Und genau da liegt der Haken:
Es gibt keine Studien zu Heilkräutern oder für chinesische Teemischungen. Allein ein Zulassungverfahren kostet im Einzelfall 100.000 Euro und mehr.
Auch weiss niemand so recht, ab wann über eine "Nahrungsergänzung" gesprochen werden darf und wann um ein Lebensmittel, oder oder oder.
Die Absicht des Gesetzes ist allerdings klar zu erkennen: Die Pharma-Industrie möchte die billigen und gesunden Gesundmacher vom Markt verdrängen.

Derweil wurde eine Petition beim Bundestag eingelegt, dass diese EU-Richtline blockiert wird.
Ob diese aber zum Tragen kommen wird, ist fraglich.


Quelle: TAZ

Kommentare:

rolfbursian hat gesagt…

schilda lässt aus strassburg grüssen. dann werden diese produkte eben unter der ladentheke gehandelt. der beruf der kräuterhexe wird konjunktur haben.alle erwischten hexen werden dann in strassburg von der pharmaindustrie öffentlich verbrannt.

alderbappsackcopp

Oliver Lenz hat gesagt…

Man könnte das ganze mal auf die Spitze treiben:
Kein Bio-Bäcker und kein Reformhaus dürfte mehr tätig sein -
denn was beinhalten "Bio-Brote" und andere "Bio-Produkte" sehr oft?
Heilpflanzen - erkennbar als "Zusatz" in dem Nahrungsmittel durch die Auflistung auf der "Zustaten"-Liste auf der Umverpackung des "Nahrungsmittels".
Na wenn das dann also kein "Nahrungsmittelzusatz" ist, dann weiss ich auch nicht.
(Manchmal ist die deutsche Sprache eine so schöne ableitende Sprache.)

Ich bin gepsannt, wie das weiter funktionieren soll... Aideu Bienenexkremente mit Heilpflanzenextrakten, Gekochtes Wasser mit Heilpflanzenzusätzen, etc. pp.
Man sollte aus Protest neben jegliche Gentech-(Versuchs)felder Heilpflanzen wie Kamille anbauen, oder neben "normalen" Raps- Korn- etc.-Feldern -
von wegen "verunreinigung mit Heilpflanzen"...



Wahrscheinlich wird das ganze wie mit Stevia laufen: Das ganze wird dann als "Badezusatz" verkauft - mit dem Beisatz "wahrscheinlich auch essbar"...

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