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Dienstag, 12. Oktober 2010

Tatort Medien: Rettet endlich unsere Zuschauer

Im Fernsehen häufen sich aktuell Sendungen um das Thema "Kinderpornographie" und "Abzocke im Internet" - Teilweise sitzen dort ehemalige Hauptkomissare und Beamte des BKA, die eine gewisse "Seriösität" vermitteln sollen - und wie wichtig es ist, alle Daten von Personen im Internet auch brav zu speichern.
Vor einer Woche schon wurde bekannt, dass das BKA die "öffentliche Meinung" zum Thema "Vorratsdatenspeicherung" unbedingt "auf Kurs" bringen möchte.

Eine neue Qualität der Berichterstattung wird auch in den Zeitungen etabliert: Das Bundeskriminalamt lädt zu Pressekonferenzen um das Thema Vorratsdatenspeicherung nur noch unkritische Zeitungen ein.
So wurden "Die Zeit", "Die Welt" und auch das "ZDF" zu einer reisserischen Pressekonferenz nicht eingeladen, auf der man "auswgewählten Journalisten" Beispiele von Ermittlungen vorstellte, die wegen fehlender Vorratsdatenspeicherung scheitern würden.

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft ECO konterte allerdings: Dieser hat an Angaben des BKA hochgerechnet, dass es im Jahr maximal zu 3.000 Anfragen zu Vorratsdaten kommen würde -
dem gegenüber stehen 6 Millionen Straftaten.
...es sind also für 99,95% aller Ermittlungen keine Vorratsdaten nötig... was auch z.B: die reisserische Sendung "Tatort Internet - Rettet unsere Kinder" des Fernsehsenders RTL II eindeutig beweist: Dort werden Kinderschänder durch Polizisten bei verabredeten Dates einfach festgenommen; ohne das man nur eine einzige IP dafür speichern musste.


Die Vorratsdatenspeicherung wird noch für den Bürger umbenannt - um das NegativImage endlich los zu werden: Man redet nun von einer "Mindestspeicherfrist".

Update: Um "unliebsame Journalisten" zum Schweigen zu bringen, schreckt man auch nicht davor zurück, diese als "bedenklich" an andere Länder und Organisationen zu melden. So wurde ein Fall via Tagesschau bekannt, wo das BKA einen Journalisten in ihr Polizeisystem "INPOL" fütterte und somit an die NATO als "bedenklich" meldete, weil dieser auf Demonstrationen gesichtet wurde.
Das Verwaltungsgericht Wiesbaden räumte nun damit auf.

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