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Freitag, 1. Oktober 2010

Stuttgart21: Ausgeschosse Augen und nieder gestreckte Kinder

Die Polizei in Stuttgart scheint die Verhältnismäßigkeiten nicht mehr ganz unter Kontrolle zu haben: Dort wurde ein 14jähriger auf einer angemeldeten Schülerdemo mit Tränengas und Wasserwerfern zu Fall gebracht haben
Auch vor älteren Menschen wurde kein Halt gemacht. Ein Mann verlor sein Augenlicht.
Sogar eine 71-jährige Rentnerin attakierte man.

Ein Handyvideo im Netz, zeigt wie der Einsatz der Polizei durchgeführt wurde.


Ein Sprecher der Polizei verteidigte derweil das Vorgehen seiner Kollegen. Wenn die Demonstranten sich nicht rechtlich einwandfrei verhielten, "dann kann die Polizei auch mal hinlangen". Die Pressemeldung der Polizei liest sich ähnlich: Von "massiven Behinderungen" und Steinewerfern bei den Demonstranten war die Rede.

Die CDU setzte dem ganzen noch die Krone auf. Sie veröffentlichte über Twitter den folgenden Kommentar:
"Wer x Aufforderungen der Staatsgewalt keine Folge leistet und sich nicht von Steinewerfern distanziert, kriegt auch schon mal auf die Fresse."

Steinewerfer? Wahrscheinlich "autonome"? Alles glatt gelogen.
Innenminister Heribert Rech musste eingestehen, dass es gar keine Steinewerfer gegeben hatte:
Nach den 20-Uhr-Nachrichten nahm er auf N-TV dazu Stellung.
Alles was es gegeben hatte, waren (Sitz-)Blockaden, welche vom Bundesverfassungsgericht als legitimes friedliches Mittel angesehen werden. Nichts also, wogegen man Wasserwerfer, Quartzsandhandschuhe, Knüppel, Pferde, Tränengas und Pfefferspray einsetzen müsste.


Bilanz gegen 21 Uhr:
Ca. 1000 Verletzte,  Sanitäter und Journalisten wurden anfangs nicht aufs Gelände gelassen, ein mit einem Wasserwerfer ausgeschossenes Auge, Einsatz von Quarzhandschuhen - sogar gegen Kinder.


Die TAZ hat derweil einen Online-Ticker eingerichtet, auf dem man sich das blutige Spektakel ansehen kann.
Auf Stern.DE findet sich ein Foto-Strecke der Demonstration.

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