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Samstag, 30. Oktober 2010

"Hilfe - Rettet unsere Kinder" -
In Deutschland arbeiten 6,3 Mitarbeiter im Online-bereich Kinder-Sexualdelikte

Das neue Sende"format" "Tatort Internet: Rettet unsere Kinder" bei RTL II zieht Kreise: Nicht nur dass die Sendung, bei der man juristisch und moralisch fragwürdigen Methoden bei der Jagd auf Pädophile betreibt, übel aufstößt;
Viel mehr wiedert einen die inszenierte Staatswerbung an, die eine Vorratsdatenspeicherung bei dem RTL II-Zuschauer etablieren soll.
So wirbt dort Bundesinnenminister de Maziére vor dem Fernsehpublikum mit Halbwahrheiten für das Total-Speicherung-Vorhaben, ohne welches eine Ermittlung im Internet nicht möglich sei.
Überhaupt gehe nichts mehr ohne "präventive" Ermittlungen.

Und im Internet werden sogar bei etablierten Zeitungen Berichte zum Thema nicht korrigiert, um die öffentliche Meinungsgebung nicht zu irritieren...

Die Fraktion "Die Linke" stellete eine kleine Anfrage im Bundestag, wie viele Beamte denn in Deutschland im Internet den Jugendschutz und ähnliches überwachen. Die wirklich unglaubliche Antwort des Bundesinnenministeriums:
23,3 Mitarbeiter arbeiten im Internet im Bereich "Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen" .
6,3 Mitarbeiter davon beschäftigen sich davon mit dem Arbeitsschwerpunkt "Löschen statt sperren".



Dass man so sicherlich zu keinen Erfolgen kommt, ist wohl klar.
Allein der private Webhoster 1und1, der eine vielzahl von in Deutschland gehosteten Websites betreibt,  beschäftigt Tag und Nacht 40 Mitarbeiter ausserhalb des technischen Supports:
Diese sind nur für Einsätze wie "Inhalte einfrieren und der Staatsanwaltschaft übergeben" beschäftigt -
Egal ob es sich dabei um Musik-, Filmpiraterie oder unerlaubte sexuelle Inhalte handelt.

Auch die Telekom beschäftigt für seine Web-Angebote von Business-Kunden ca. 40 Personen.

Da wird einem klar, warum man eine automatische Volldatenspeicherung auf Kosten der Bürger und Internet-Provider etablieren will...

Eine Notiz am Rande:
Vor einigen Tagen meldete das BKA, das die polizeilichen Löschbemühungen des letzten 3/4-Jahres.
Nur 40% der ins Ausland gemeldeten Auffälligkeiten waren noch nach einer Woche noch online.
Die Verband der Deutschen Internetwirtschaft ECO meldete Zahlen von 98,6%, die man beim BKA nicht nachvollziehen konnte.

Das liegt aber vielleicht auch daran, dass das BKA oft Inhalte im Ausland löschen lassen möchte, die dort absolut legal sind; z.B. Aktaufnahmen von Personen "mit jugendlichem Aussehen" -
So fern der Betreiber der Website dort nachweisen kann, dass diese über 21 Jahre alt sind.
In der deutschen Statistik werden diese Webseiten dann dennoch als "keine löschung erfolgt" klassifiziert.

Quelle: Die Linke / Bundesinnenministerium

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