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Dienstag, 18. Mai 2010

Big Brother auf dem Stromzähler:
Wofür Vorratsdatenspeicherung, wenn man an der Haustür lauschen kann?

Das Bundeswirtschaftsministerium plant aktuell neue intelligente Stromzähler -- für den Umweltschutz.
Für einen jeden Haushalt. Für den Weltfrieden...

Klingt alles im ersten Moment sehr gut, doch der Haken steckt im Detail: Die neuen teuren Stromzähler sollen zzm Beispiel Pflicht werden -
eine Option auf "freiwilligeit" besteht nicht.
Wer die Kosten trägt? Unbekannt.

Die Zähler erfassen obendrein eine Menge an Lebensraumdaten. Wer wann wie wo darauf zugreifen darf? Ungeklärt.
Die neuen Stromzähler loggen minütlich den Stromverbrauch, Spannungsspitzen, Verbrauchsspitzen, etc. pp.
Schnelles Einkaufen von Strom an der Strombörse ("Heute Abend mal etwas mehr Strom für die Waschmaschine"), oder auch das Suchen von Stromfressern möglich --
in sofern der Private Kunde zugriff auf die Daten hätte: Hat er aber nicht.

Nicht der Stromanschlussinhaber liest den Zähler ab, sondern der Anbieter.
Das ganz automatisch ohne Eingriff des Benutzers von aussen geschehen und Instanzen wie die Polizei möchten ebenfalls ein Zugriffsrecht auf die so gesammelten Daten. Warum?
Aus dem Stromprofil eines Haushaltes kann man sehr viel ablesen:
- Wann war welche Person des Haushaltes vor Ort
- Zu welchen Zeiten arbeiten die Personen im Haushalt
- Gibt es einen Lebenspartner
Aber es gibt nicht nur Antworten - sondern auch viele Fragen:
- Was ist mit der "Unverletzlichkeit der Wohnung" -- oder gehört der Stromzähler nicht mehr zur Wohnung?
- Wird dadurch wirklich energie eingespart? Oder kostet die Ausstattung der neuen Zähler mehr Geld, als gespart werden könnte?

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie , Datenspeicherung.DE

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