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Sonntag, 28. Februar 2010

Wenn Microsoft zensiert:
Die Seite Cryptome.ORG wurde vom Netz genommen

Bereits am Mittwoch wurde die "Geheimnis-Seite" Cryptome.ORG zeitweise vom Netz genommen: Dort waren ein Papiere von Microsoft bekannt geworden, welche Strafverfolgern eines Landes erläutern, wie weit sie bei der Datenspionage unter Berücksichtigung der lokalen Gesetzgebung gehen können und auch dürfen.


Cryptome sammelt - ähnlich wie Wikileaks - seit den 90er Jahren heikle Dokumente und Informationen, die niemand sonst zu veröffentlichen traut. Als man hier sehr interessante Papiere der Firma Mircosoft veröffentliche, verstand die Firma keinen Spaß damit: Die Papiere sind eine Anleitung zum Ausschöpfen der Rechtsmittel bei der Spionage auf einem Windows-Rechner und das bekanntwerden verärgerter den Microsoft-Konzern sogar so sehr, dass man zur juristischen Mitteln griff und die Webseite kurzerhand sperren ließ.
Wegen "Urheberrechtlicher Gründe"...

In den Dokumenten ist die Rede von ausgespähten Hotmail-eMails, Xbox-Live-Spielkonsolen, dem Windows Messenger und was noch die Microsoft-Palette dem Homeuser anbietet.
Alles wird gespeichert: Wer mit wem spielt, was gespielt wird, wer mit wem und wie oft kommuniziert, wer einen besonderen "auch unsichtbar anzeigen"- oder gar "blocken-Status" bekommt.
Mit einfachen Anweisungen des Dokumentes kann ein "Normalbürger" die entsprechenden Protokolle darüber "sichern".
Selbst das Knacken einer mit "BitLocker" verschlüsselten Festplatte (z.B. im Lieferumfang von Windows 7 enthalten) wird erläutert.

Nach dem US-Medien den Vorfall aufgriffen, gab Microsoft klein bei und ließ die Webseite schnellstmöglich entspreren: Man habe nicht beabsichtigt, dass gleich die ganze Website geschlossen würde.
Der Betreiber Cryptome legte darauf wieder das fragliche Dokument online - inklusive einiger kleiner Fussnoten, was Microsoft noch so den Strafverfolgern erklärt, wie man einen PC ausspäht....

UPDATE:
Auch von AOL (bzw. ICQ) und Skype lassen sich interessante Dokumente finden, in denen die genauen Recovery-Zeiten angegeben sind, in denen Verbindungsdaten für Behörden wieder her gestellt werden können.

Quellen:
Taz.de
PublicIntelligence.NET & Cryptome.ORG
crpyptome.siteproject.net

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