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Dienstag, 24. März 2009

Gesundheitsreform mal anders:
2 Millionen Abfindung für einen Chefarzt, der auf Grund seiner Kunstfehler entlassen wird...

ca. 150 Anwälte stellten gegen das Land Baden-Württemberg Strafanzeige, weil dieses einen Arzt für 2 Millionen Abfindung aus dem Beamtenstatus entliess, der auf Grund von Behandlungsfehlern schon seit Jahr 2000 suspendiert wurde.1997 übernahm Hans Peter Fiedel mit 37 Jahren die Leitung der Unfallchirurgie der Uniklinik Freiburg. Doch leider unterliefen Ihm nach und nach mehrere Behandlungsfehler, für die er 2000 zunächst suspendiert und 2003 schließlich vor dem Landgericht Freiburg in drei Fällen einer fahrlässigen und einer vorsätzlichen Körperverletzung zu 24.300 Euro Geldstrafe verurteilt wurde.

Durch dieses recht "milde" Urteil konnte er weiterhin sein Amt ausführen; sein Beamtenstatus hatte weiterhin bestand.
Eine Vorabuntersuchung zu einem Disziplinarverfahren ergab, dass diese Verfehlungen "aller Voraussicht nach nicht zu einer Entfernung aus dem Amt reichen würden".
Wie der seinerzeit vorsitzende Richter der Untersuchung zu diesem Schluss allerdingskam, ist noch immer unklar.

Die Uniklinik wollte und will auch weiterhin aber Ihren Arzt nicht wieder haben.
So soll Friedl nun im Rahmen eines Vergleiches 1,98 Millionen Euro Abfindung erhalten, damit er endlich geht und auf seinen Beamtenstatus verzichtet:
Uniklinik und Land glauben, den Arzt nicht anders los zu werden.
Dabei wurde gegen Fridl bis heute die eigentliche Disziplinarsklage beim Verwaltungsgericht garnicht eingereicht;
Noch wurde eine Überprüfung vor der Ärztekammer, die Ihm ebenfalls den Status "Dr. med." entziehen könnte, eingeleitet.
So wird nun schon laut spekuliert, ob Fridl etwas gegen die Uniklinik in der Hand hat.

Couragierte Ärzte und Anwälte haben nun gegen diesen 2-Millionen-Deal Anzeige erstattet: Diese sehen in Fridls Abfindung von Klinik bzw. Wissenschafts- und Forschungsministerium, vertreten durch Minister Peter Frankenberg (CDU), einen Rechtsbruch und das Verschleudern von Steuergeldern. Am Freitag erstatteten sie Strafanzeige.


Es ist schon seltsam: Bei einer Kassiererin reichen 1,30 Euro, um sie von ihrer Arbeitsstelle fristlos zu kündigen. Bei diesem Arzt sollen nachweislich begangene Kunstfehler nicht mal im Ansatz ausreichen, um ihn von seiner Arbeitsstelle - in der Vertrauensposition "Leitender Arzt der Unfallchirurgie" - zu entfernen...
Quellen:
TAZ

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