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Dienstag, 25. November 2008

Tausche zwei Fingerabdrücke gegen ein DNA-Profil:
Das vereinigte Königreich ist im Sammelfieber

Derweil gibt es 4 1/2 Millionen Datenbankeinträge in der forensischen Datenbank der Briten. Innerhalb eines Jahres stieg die Datensammelwut ebenfalls um eine Million Datensätze von 3,4 auf 4,5 Millionen - also von 5% auf 7% der britischen Bevölkerung..
Ca. 1/4 davon sind die DNA-Spuren von Minderjährigen.

Seit 2004 reicht der Polizei der bloße Verdacht einer Straftat, um im U.K. ein DNA-Profil einer Person zu fertigen und obendrein unbefristet abzuspeichern.
Selbst der Freispruch vor Gericht, oder der Mangel an Beweisen schützt nicht:
Somit werden auch Kinder ein Leben lang als "Verbrecher" gespeichert.

Derweil haben zwei britische Männer am europäischen Gerichtshof eine Klage eingereicht, um endlich aus der DNA-Datenbank gelöscht zu werden: Auch sie waren unschuldig erfasst worden und sind bis heute in keiner Art und Weise strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Auch in Deutschland machte ein ähnlicher Fall vor einigen Monaten die Runde (wir berichteten).

Dort waren das DNA-Profil eines Mannes, welches er freiwillig bei der Suche nach einem Vergewaltiger abgegeben hatte, Jahre später gegen Ihn verwendet worden. Im Vollsuff hatte der Mann ein Dach eines Heiligenhäuschens beschädigt - ein Dach aus zwei spitz gestellten Brettern.
Er verletzte sich dabei an einem Nagel und wurde anhand der Blutspuren in der DNA-Datenbank ermittelt -
Für einen Schaden von ca. 500 Euro.
Hier konnte man schon einen Vorgeschmack finden, mit welcher Verhältnismäßigkeit beim Einsatz von DNA-Trägern gearbeitet wird.
Von einer Sachbeschädigung und/oder Ordnungswiedrigkeit zu einem Vergewaltiger ist dabei ein geringer Sprung.

Welche Kosten das Bestimmen der DNA-Sequenz und die Sorgfalt der Polizeibehörden aufgeworfen haben, wurde seinerzeit von der Pressestelle der Polizei verschwiegen...
Quellen:
BITFOX® News 969
BBC News

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