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Mittwoch, 17. September 2008

Wer gegen den Bundestrojaner wettert, muss sich auf Hausdurchsuchungen einstellen.

Die Behörden durchsuchen als Einschüchterungsmaßnahme die Räume des Pressesprechers der "Piratenpartei" Diese konnte vor einige Zeit durch ein zugespieltes Schreiben nachweisen, dass der "Bundestrojaner" in Bayern derweil ohne rechtliche Grundlage schon eingesetzt wurde und z.B. zum Abhören von IP-Telefonaten (1) weiterhin wird.
Prompt erfolgte Besuch von der Staatsanwaltschaft zwecks einer Hausdurchsuchung: Man wollte nun heraus finden, wo das "Informationsleck" in ihrer Behörde besteht und wer da geplaudert habe.

Über die Echtheit des von der Piratenpartei veröffentlichen Dokumentes dürfte somit wohl kein Zweifel mehr bestehen.


Interessant sind die Kostenaufstellungen, die indirekt die Arbeitsweise bei einem solchen Unternehmen aufdecken.:
So ist nach zu lesen, dass man mit Kosten "für die Anmietung zweier Proxyserver zur Verschleierung der eigenen IP-Adresse" rechnen müsse...
Auch ist hier beschrieben (Seite 6), dass die kryptologische Übermittlung von Daten durch das eingesetzte Verfahren nicht mehr möglich sei, da durch die bekannte "man in the middle"-Attacke die SSL-Verschlüsslung von Webseiten (z.B. beim Online-Banking) und eMails (etc.pp.) unbrauchbar wird:

"Die durch SSL-Verschlüsslung kryptierten Daten können so visualisiert werden.
Eine Dekodierung von SSL-Verbindungen kann zur Zeit für Daten durchgeführt werden, die mit dem Firefox-Browser oder mit dem Internet Explorer generiert wurden."




Da mag man sich nach den Verhältnismäßigkeiten fragen; und auch wer hier eigentlich vor wen im Staat beschützt:
Ein Bürger darf nicht mehr wissen, was seine eigene "Staats-anwaltschaft" plant und durchführt... noch darüber informiert werden, wie sie sich "Recht" ermittelt.

Und diese gleiche Staatsanwaltschaft, soll die Rechte des Bürgers (gegen den Staat) durchsetzen und wahren ...?

...Eine Staatsgewalt, die sogar verschlüsselte Telefonate/Internetverbdungen abhört und durch Proxy-Server verschleiern muss, dass sie einen solchen Eingriff vorgenommen hat...?



Hintergrundinformationen:
(1) Anbieter wie 1&1, Alice und Kabel Deutschland (wie auch andere) bieten gar kein "normales Telefon" mehr an --
Hier benutzt der Kunde ganz automatisch und unbemerkt "Voice over IP" zum Telefonieren.
Quellen:
Piratenpartei Bayern
Dokument über Kostenteilung

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