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Mittwoch, 20. August 2008

Die Deutsche Post hat Benutzerprofile aller Briefempfänger gefertigt

Gläserner Mensch mit Segen vom Bundesinnenministerium; nun wurde sogar die "politische Gesinnung" gleich mit ermittelt.Schon lange war vielen Insidern bekannt, dass die Post einen Datenpool pflegt, in dem genau verzeichnet ist, wer mit wem in Brief und Paketkontakt steht.

Als die Vorratsdatenspeicherung mit viel Werbung vom Bundesinnenministerium als Gesetz abgesegnet wurde, mit der Kommunikationsprofile von Handy- und Telefonbenutzern legalisiert werden sollte, wurde insgeheim zugleich ein Hintertürchen zur vorsorglichen Datenspeicherung und Nutzung des Datenpools der Deutschen Post und anderer Postservices eingeführt.

Und nun passiert genau das, was viele befürchtet hatten:
Das Vorhandensein von Datenpools weckt Begehrlichkeiten von Politik und Wirtschaft:

Die Deutsche Post fertigte in Kooperation mit dem Wahlforschungsinstitut "Dimap" das Merkmal 'Partei-Affinität' für die Analyse von Adressdaten:
Hierfür wurden Daten aus der Bundestagswahl 2005 und den Landtagswahlen 2006 mit mikrogeographischen Informationen angereichert und analysiert.

Die Post kann so z.B. für Wohnblocks mit mehr als sechs Parteien statistische Wahrscheinlichkeiten errechnen, welche Partei die Bewohner bevorzugen.

Aber auch Dinge wie berufliche Situierung, sozialer Stand usw. lassen sich erheben ---
Denn wer z.B. oft einen Brief vom Finanzamt bekommt und in Essen-Kettwig wohnt, ist sicherlich gewerbetreibender;
Wer oft einen Brief vom Arbeitsamt bekommt und in Gelsenkirchen wohnt, ist sicherlich arbeitslos;
Wer oft einen Brief vom Parteibüro und großen Firmen bekommt, ist sicherlich geschmiert....

Somit weiss man nun zusätzlich zum gespeicherten "Wer telefoniert mit wem, wie oft und wann" auch noch "Wer schreibt wem, wie oft, in welchem Format, zu welchen Anlässen" nun sicherlich auch noch "Linker Punk aus Berlin schreibt gut situiertem gewerbetreibendem Grünem in Ruhrgebiet zum Geburtstag."

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